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2.7.23

Internationaler Sommerpreis der Steher

 Zum Höhepunkt des Wochenendes stand nun der internationale Sommerpreis der Steher am Sonntag, 02.07., auf dem Plan. Auch an diesem Tag regnete es noch einmal früh am Morgen, doch das Glück sollte hier wieder mit den Tüchtigen sein. Zum Vormittag lockerte der Himmel auf und es war bestes Radsportwetter.

Vor rund 700 Zuschauern zeigten die Akteure ihr Können und führten harte Zweikämpfe. Im ersten der drei Läufe zeigte sich das Heidenauer Gespann André Hagen mit Udo Becker sehr gut in Form. Sie konnten den Lauf souverän für sich entscheiden. Zweiter wurde Vincent Vonhof mit René Kluge, ebenfalls aus Heidenau, und Dritter Daniel Harnisch mit Peter Bäuerlein, die amtierenden Deutschen Meister.

Im zweiten Lauf über 20 km ließ der niederländische Vizemeister Reinier Honig mit Schrittmacher Thomas Baur sein Können aufblitzen und siegte vor Harnisch / Bäuerlein und Vonhof / Kluge.
Alles lief auf den dritten und entscheidenden Lauf über 100 Runden hinaus. Die ersten vier Gespanne lagen nach der Punktwertung gleich auf. Das Ergebnis des Finallaufes entschied also über die Podiumsplätze. Am Ende konnten sich die deutschen Meister Harnisch und Bäuerlein vor Vonhof und Kluge durchsetzen. Komplettiert wurde das Siegerpodest durch die Heidenauer Hagen und Becker.

Auch der zweite Heidenauer Steher, Alexander Riedel, mit seinem Schrittmacher Thomas Funck zeigte wieder eine ansprechende Leistung. Die Lücke zur Spitze wird spürbar von Rennen zu Rennen kleiner. In der Gesamtwertung lagen beide auf Platz fünf.

Ebenfalls mit am Start war das französische Team Nathan Chevrier und Alain Gaudillat. Beide gaben ihr Debüt in Heidenau und hatten sichtlich Schwierigkeiten mit der ungewohnten Bahn und ihren Eigenheiten. Sie konnten sich jedoch von Lauf zu Lauf steigern. Bedenkt man, dass Chevrier erst letztes Jahr mit dem Stehersport begonnen hat, konnte man von der gezeigten Leistung in einem absoluten Spitzenfeld durchaus beeindruckt sein. Am Ende hieß es Platz sechs.
Siebter wurde Martin Gründer aus Forst. Er sprang kurzfristig für erkrankte Fahrer ein. Er fuhr mit Frank Schaarschmidt aus Chemnitz.

Vielen Dank an alle Fahrer und Schrittmacher für die tollen Wettkämpfe und danke, dass ihr die teilweise sehr weiten Anreisen auf euch genommen habt, um in Heidenau den Stehersport hochzuhalten.
Besonderer Dank geht nach dem Wochenende natürlich wieder an alle ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer und an alle Sponsoren und Organisatoren der Veranstaltungen.
Das nächste Steherrennen findet am 24.September statt.






10.4.23

Neuanfang auf der Leipziger Radrennbahn


Den Sportlern und den Verantwortlichen des SSV Heidenau liegt nicht nur die eigene Sportstätte am Herzen, sondern der Sport an sich. Der Stehersport hat es in den letzten Jahrzehnten zusehends schwerer. Das größte Problem ist, dass es immer weniger funktionierende Radrennbahnen gibt, auf denen auch Steherrennen gefahren werden (können). Daher war es vor Jahren sehr schade, dass die Leipziger Bahn aus dem Rennkalender verschwand. Sie musste saniert werden und die Zukunft war offen, auch, ob auf ihr noch Rennen stattfinden konnten.
Am Donnerstag, den 06.04., war nun ein wichtiger Tag, die fertig sanierte Radrennbahn musste vom Verband abgenommen werden. Dazu sind die Heidenauer Sportler, Alexander Riedel und Andrè Hagen, und Schrittmacher Udo Becker nach Leipzig gefahren, um mit den Deutschen Meistern Peter Bäuerlein und Daniel Harnisch den Verantwortlichen vom Verband zu zeigen, dass auch Steherrennen auf dieser Bahn möglich sind.
Das Ergebnis fiel positiv aus, die Radrennabhn ist abgenommen, Steherrennen sind in Leipzig wieder möglich.
Damit starteten die Leipziger Sportfreunde sofort in die Saisonplanung. Das erste Rennen nach der Sanierung wird am 06.05. stattfinden, somit einen Tag vor dem Heidenauer Frühjahrspreis der Steher.
Auch in Zukunft soll es eine Zusammenarbeit und Kooperation mit Leipzig geben. Das soll für beide Seiten zum Vorteil sein. Zum einen ist es wichtig, dass wieder eine Radrennbahn zum Stehersport zurückfindet, vor allem aus der Region, aus Sachsen. Zum anderen können die Leipziger Verantwortlichen von den Erfahrungen der Heidenauer profitieren.
So wünschen wir den Leipziger Sportfreunden viel Glück, Spaß und Erfolg mit ihrer neuen Bahn. Auf gute Zusammenarbeit!







12.3.23

Die AWO´s im Winterschlaf

 

Wenn das letzte Rennen im Herbst beendet ist, beziehen unsere neun Stehermaschinen ihr Winterquartier. Gesichert, trocken und warm stehen sie da aber nicht nur bis zum ersten Rennen im Frühling, sondern die Zeit im Winter wird intensiv genutzt, um sie auf Herz und Nieren zu überprüfen und für die neue Saison vorzubereiten.
Diese jährliche Pflege- und Wartungsphase ist sehr wichtig für die nun mittlerweile schon über 60 Jahre alten Maschinen. Die "Jüngste" ist Baujahr 1960 und die Älteste 1956. Auch die Geschichte der Motorräder ist sehr bewegend. Original gab es nur sechs Steher-AWO´s. Allesamt mit fortlaufenden Rahmennummern und nur zu diesem Zweck in den Simsonwerken in Suhl gebaut. Jedoch waren die Maschinen keinesfalls für die Heidenauer Radrennbahn gedacht, auf der zwar auch zu dieser Zeit Steherrennen veranstaltet wurden, aber keine eigenen Schrittmachermotorräder vorhanden waren. Die AWO´s wurden für Berlin gebaut. Ein paar ausgewählte Zeitungsartikel zeigen die Auslieferung, der, wie sie dort genannt werden, "Mühlen, die in Ordnung sind", und Rennen auf der Berliner Bahn.
Das Grundmodell aller Maschinen ist die AWO 425t. Es handelt sich hierbei um ein 4-Takt-Motorrad mit Kardanantrieb und 250 cm³.
Bis zur Wende blieben die Maschinen in Berlin und begeisterten vor allem bei den Sechs-Tage-Rennen. In den Wirrungen der damaligen Zeit sollten sie vor gut 30 Jahren verschrottet werden. In diesem Zug wurden die AWO´s durch Dresdner Sportfreunde um Manfred Deckert nach Dresden und, da Dresden auch zu dieser Zeit keine wirklich funktionierende Radrennbahn mehr hatte, nach Heidenau gebracht.
Hier in Heidenau fanden sie eine neue Heimat. Alle sechs Originalmaschinen überstanden die Zeit und fuhren bei den vom Dresdner SC organisierten Steherrennen ihre Runden. Vor etwa 20 Jahren übernahm schließlich der SSV Heidenau die Maschinen und die Organisation der Steherrennen. Ein Problem wurde jedoch immer größer. Die mittlerweile in die Jahre gekommenen AWO`s bedurften mehr und mehr Wartung, aber es fehlte im Verein an Expertise. Mit Wolfgang Barthel, einem ausgesprochenen Fachmann in Sachen Simson, konnte der Verein den technischen Stand der Motorräder auf ein völlig anderes Niveau heben. Bei Rennen kam es kaum noch zu Ausfällen oder Pannen. Auch sein Nachfolger als Motorenwart, Marcel Kunze, kennt die Maschinen in- und auswendig. Mit diesen beiden Experten konnte der Verein auch drei weitere AWO´s zu Schrittmachermaschinen umbauen und somit mehr als sechs Gespanne bei Rennen auf die Bahn bringen und trotzdem noch Ersatzmaschinen für eventuelle Pannen vorhalten.
So warten nun alle neun Maschinen in einem technisch einwandfreien Zustand darauf, dass der Frühling richtig Fahrt aufnimmt und das Training hinter den Motoren und schließlich auch die Rennen starten können.











5.9.22

Herbstpreis der Ostsächsischen Sparkasse und Derny Deutschland Cup

Der Herbstpreis der Steher wird ab 13:00 Uhr auf der Radrennbahn Heidenau ausgetragen.

Zuvor beginnen die Damen ab 10:00 Uhr mit den Vorläufen zum Derny Deutschland Cup und tragen die Finalläufe zwischen den Steherläufen aus.







24.4.22

Internationaler Frühjahrspreis der Ostsächsischen Sparkasse und Derny Deutschland Cup


Der Frühjahrspreis der Steher wird ab 14:00 Uhr auf der Radrennbahn Heidenau ausgetragen.

Zuvor beginnen die Damen ab 11:00 Uhr mit den Vorläufen zum Derny Deutschland Cup und tragen die Finalläufe zwischen den Steherläufen aus.

Luca Harter neuer Steher-Europameister / André Hagen und Udo Becker starker 5.

Das neue Europameistergespann der Steher kommt aus Bielefeld. Luca Harter mit Schrittmacher André Dippel setzten sich am heutigen Finaltag i...